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Hocharztour: aus 3 mach 1

Posted in Diabetes, Vorbereitung AlpenCross von Steffen Klausing am 28. Jun. 2008

Auf gps-tour.info haben wir uns eine Harztour ausgesucht. Eigentlich ist diese Tour laut Bike für 3 Tage gedacht. Wir haben uns aber vorgenommen das ganze an einem Tag zu fahren. Ursprünglich ist sie 138km lang und hat den Brocken am Ende. Das war uns aber doch ein wenig riskant nach über 100km noch so einen Berg vor sich zu haben. Daher entschieden wir uns die Tour entgegen der Originalrichtung anzugehen, was sich am Ende als als Fehler entpuppte, aber davon später mehr.

Als Startpunkt wählten wir Bad Lauterberg aus. Dort gibt es eine ganze Reihe von preiswerten Pensionen (ab 20€) wo man übernachten kann. Dies taten wir auch. So starteten wir am frühen Morgen ausgeruht.
Start in Ruedesheim am Tag vorherAnfahrt nach Bad LauterbergTourstart vom Parkplatz
Dazu suchten wir uns einen schönen großen Parkplatz oberhalb von Bad Lauterberg. Am Morgen waren so um die 14°C. Nach dem wir so eine ganze Weile in Richtung Brocken gerollt waren begann es zu nieseln. So entschieden wir uns die Regensachen anzuziehen. Immerhin hatten wir ja noch ein paar Kilometer vor uns und wollten nicht durchnässt und frierend fahren.
KleiderwechselKleiderwechsel
Die Temperaturen in Richtung Brocken gingen bis auf 11°C runter. So waren wir dankbar, dass wir uns entschlossen hatten die Regenjacken anzuziehen. Die Landschaft in Richtung Brocken war wie immer atemberaubend schön.
Landschaft vor dem Brockentief hängende WolkenEingang zum Nationalpark
Am Eingang zum Nationalpark erwischte es meinen Kumpel. Er stürzte leicht. Ein klitzekleines Schlagloch wurde ihm bei einer Wende zum Verhängnis. Passiert ist ihm aber nichts. Es sollte auch nicht der letzte Sturz und vor allem nicht der mit der höchsten B-Note werden ;-) .
nach dem SturzDas riesige Schlagloch
Vorbei ging es an wunderschönen Bächen und toller Landschaft. Die Wege im Harz sind auch überall gut ausgeschildert.
Wegweiserbewachsener BachWaldweg
Am Fuße des Brocken war dann ein Sandweg der sich aber gut fahren ließ. Allerdings zog sich das Wetter immer weiter zu und es wurde immer nasskälter.
WegeplanWegweiser zum BrockenSandweg
Der Weg führte entlang der Bahnstrecke der Harzquerbahn. Der Nebel war dabei so dicht, dass man den Zug zwar schon lange schnaufend und stampfend den Berg hoch kommen hörte aber ihn erst im letzten Moment sah. Auf dem Weg nach oben wurde ich ein wenig übermütig und versuchte die dortigen nassen Plankenwege zu fahren. Prompt legte ich auch 2 Stürze hin. Ich ging regelrecht nach vorn über den Lenker als ich versuchte eine nasse Stufe hochzufahren. Damit hatte ich vorübergehend die beste B-Note für einen Sturz hingelegt. Bei einem dieser Stürze verbog ich sogar mein Schaltauge was dann oben auf dem Gipfel angekommen ausgetauscht werden musste.
HarzquerbahnReperaturGipfelstuermer
Auf dem Brocken selbst waren es dann 11°C, regnerisch und windig. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto machten wir uns also wieder schnell talwärts.
Vorbei ging es am Eckerstausee und wunderschönen Felsformationen.
EckerstauseeBlick runter zum StauseeFelsformation
Die Landschaft im Harz ist einfach atemberaubend schön und das selbst bei diesem Wetter. Vorbei ging es weiter an Romkerhalle wo uns auch mehrfach Wanderer und Radfahrer entgegen kamen die nicht mehr wussten auf welchem Weg sie waren. Ein GPS ist da schon eine tolle Erfindung.
wir im HarzFelsformationWasserfall
Auf unserer Fahrt sahen wir auch viele Tiere. Eichhörnchen, Rehe die kurz vor uns über den Weg rannten und auch einen einäugigen Feuersalamander. :-)
FeuersalamanderFeuersalamander An der Ockertalsperre füllte uns die freundliche Bedienung unsere Trinkrucksäcke wieder auf. Dort ließen wir es uns auch bei 2 Stück leckerem selbstgebackenem Käsekuchen gut gehen. Dort begegneten wir auch einer Truppe Quadfahrer.
OckertalsperreQuads
Nun kam die Rache der Tour! Es kamen die ersten grösseren Trails. Weil wir die Tour in umgekehrter Richtung fuhren mussten wir hier kilometerweise die Räder tragen.
Tragestrecken Trail 1kleiner Trail bergauf
Hier dachten wir noch, dass es eine Eintagsfliege war. Aber es kam noch weit schlimmer… Manchmal fragte ich mich wie der Typ vor uns die Dinger überhaupt runter gefahren sein konnte.

berghoch den TrailSchottertrail bergaufSchottertrail bergaufdsci0547
Natürlich gab es auch einige Waldautobahnen und wieder wunderschöne Aussichten.
MeßpauseBE Zufuhr ;-)
Auf dem Weg gab es nicht nur schöne Landschaften sondern auch eine bemerkenswerte Holzkirche. Mitten im Wald kamen wir auch an einem Tretbecken vorbei wo müde Wanderer einer Kneipkur frönen können.
HolzkircheHolzstuhl vor der KircheKneipbecken
Im Harz begenet man auch an vielen Stellen den Schnitzkünsten der Einheimischen. Neben den bewaldeten Flächen gibt es auch offene Flächen die immer einen schönen Blick in die Landschaft öffnen.
SchnitzkunstSchnitzkunstoffene Graslandschaft
Entlang des Weges gab es auch immer wieder Hütten wo man sich bei schlechtem Wetter unterstellen kann. Und immer wieder diese schöne Landschaft und diese “tollen” Bergauftrails :P
HütteLandschaftsaufnahmeund wieder eine Tragepassage
Wer Trails und Sehenswürdigkeiten liebt ist im Harz echt gut aufgehoben.
Schottertrail da gehts langlinks vom TrailSehenswürdigkeit
Hier an dieser Stelle hatten wir schon ungefähr zwölfeinhalb Stunden in den Beinen und es wurde dunkel. Ungefähr 8km waren es noch Luftlinie bis Bad Lauterberg zurück. Dazu hätten wir aber noch einmal unsere Räder einen Trail über einen Berg tragen müssen. Das war uns dann doch unsicher. So fuhren wir den Rest entlang einer Straße was uns noch einmal 10km zusätzlich einbrachte. Aber im Dunkeln einen Trail hinauf war definitiv zu gefährlich! Die letzten Kilometer traten wir noch einmal ordentlich in die Pedale. Mit 20-30 km/h fuhren wir unseren Parkplatz entgegen von wo aus wir gestartet waren. Ihr glaubt gar nicht wie lang diese Kilometer waren.
So kamen wir dann nach knapp 14 Stunden dort an. Beide hatten ca 8000-9000 Kalorien verbrannt.
Ich hatte 7 Bananen und 18 Corny Riegel gemampft. Da die Kohlehydrate nur so in die Muskeln rieselten brauchte ich kein einziges mal Insulin dafür. Während der ganzen Tour bewegte sich mein Blutzucker zwischen 4,5 und 5,5. An Verpflegung sind noch ca 6 Liter Flüssigkeit aus dem Trinkrucksack hinzu gekommen.

Alles in allem sind wir fast genau 150km und über 2800 Höhenmeter gefahren.
Es war einfach eine geile Tour !!!


GPX-Datei

Rheingauer Bike Marathon

Posted in Diabetes, Vorbereitung AlpenCross von Steffen Klausing am 16. Jun. 2008

Nun hab ich ihn hinter mir, meinen ersten Marathon.
Rheingau Marathon
Als erstes möchte ich einmal sagen, dass ich die ganze Veranstaltung als gut organisiert empfand. Hier fehlt mir zwar noch der Vergleich zu anderen Marathons, aber ich erlebte fast nirgendwo Dinge welche mir nicht passten. Die Ausgabe der Startnummern am Vortag verlief völlig problemlos. Zumindest konnten das alle Fahrer behaupten welche sich mit einer Voranmeldung beteiligt hatten.
StartnummernausgabeStart ZielHottes Stand
Es hatten sich so 2 Tage vorher etwas über 500 Fahrer angemeldet. Bis zum Start gab es dann aber noch jede Menge Nachmelder. Dadurch waren es am Ende über 1000 Fahrer und dem Veranstalter gingen die Startnummern aus.
Die Strecken (40km und 70km) selbst waren wirklich gut ausgeschildert und alle gefährlichen Stellen markiert. Man konnte sich nicht verfahren. Allerdings hatten die Veranstalter wohl nicht damit gerechnet, dass es vorher regnete und 1000 Fahrer sich als Matschwühler beteiligen. Einige Streckenabschnitte hätte man nach dem Rennen wohl in Tüten abfüllen und als Fangopackung verkaufen können … aber dazu später mehr.
Glöckchen und ich machten uns morgens in Rüdesheim los und fuhren zum Start nach Aulhausen. So hatten wir schon gut 230 hm in den Beinen als es los ging. Allerdings waren wir dadurch schon warm gefahren.
Am Start angekommen hatten die Veranstalter Startblöcke eingeteilt welche sie in 5 Minuten Abstand von einander starten ließen. So kam es gerade am Anfang und auch auf der Strecke nicht zu all zu großem Gerangel.

Glöckchen und ich vor dem Startunsere beiden Räder noch vereint.der Startblock vor uns
Ein kleines Problem hatten die Starter aber. Sie fanden die Startpistole nicht und so musste der Rüdesheimer Bürgermeister das Rennen durch simples herunterzählen starten.
Der Startblock hinter unsWir beide in unserem StartblockStart des ersten Blocks

Ich hatte vor dem Start einen BZ Wert von 8. Während des ganzen Rennens habe ich jede halbe Stunde einen Corni Riegel gegessen (ca 1BE) um den Wert oben zu halten. Auf den 70km gab es 2 Verpflegungsstellen. Dort habe ich immer gemessen und zusätzlich dann einen Schluck isotonisches Getränk und ein Stück Banane zu mir genommen. Zwischendurch hatte ich so zwar mal einen 10er Wert, aber der war nach einer halben Stunde wieder bei 6 angekommen. Das lag wohl zum einen daran, dass ich ständig mit Puls zwischen 140 und 155 gefahren bin und die Strecke wirklich schwer zu fahren war. Insgesamt habe ich so schätzungsweise 16BE gemampft ohne dafür Insulin zu spritzen.
Am Ende des Marathon hatte ich einen 7er Wert. Eine halbe Stunde nach dem fahren war es schon nur noch ein 5er. Alles in allem kann ich sagen, bin ich recht gut mit meinen Werten hingekommen.

Nun aber zum Rennen selbst. AmTag davor und die Nacht über hatte es immer mal wieder geregnet. So war der Waldboden schon ziemlich weich. Bei den mehr als 1000 Fahrern waren auch Lizensfahrer dabei. Die spurteten natürlich vorne weg, gefolgt von den vielen durchtrainierten Sportlern.
Meine Devise war ankommen und schneller als mein Mitfahrer Glöckchen zu sein. Ganz wichtig war für mich dabei, dass ich das Rennen einteilen musste.
Wie wichtig das war merkte man schon nach den ersten 10km als die ersten Schlammlöcher kamen. Schätzungsweise 300 Biker waren da schon vor mir durch. So waren die Wege teilweise auf mehrere hundert Meter 10-15cm tief verschlammt. Da halfen mir selbst meine Nobby Nicks nicht mehr Grip zu bekommen.
OK, da dachte ich noch, dass es ein Schlammloch war was der Veranstalter bewußt eingebaut hatte um uns auch ein wenig zu fordern. Aber weit gefehlt!
Stellenweise waren kilometerlange Schiebepassagen in denen man das Rad kaum vorwärts bekam. Man schob 5 Meter vorwärts und dann einen Meter rückwärts um die Schlammbatzen aus der Gabel und von den Reifen zu bekommen weil die Räder schon beim schieben blockierten. Ich entschloß mich dann in diesen Passagen mein Rad zu tragen. Das war immerhin leichter als schieben. Auf Grund des Schlammes ergaben sich doch teilweise erhebliche Sichteinschränkungen. :-)
Blindflugda oben hört der Schlamm aufSchlammstreckeRadreinigung mit Stöcken

Nach solchen Passagen fand immer ein regelrechter Wettbewerb statt. Wer findet den schönsten Stock und kann am schnellsten die Kilo an Schlamm von Reifen, Schaltung und sonstigen Radteilen kratzen.

Leider erwischte es meinen Kumpel so ca bei Kilometer 40 mit Krämpfen in beiden Oberschenkeln. Er kämpfte sich zwar noch bis ca Kilometer 48 durch, aber da war ich ihm schon (ohne es zu wissen) ca eine halbe Stunde weg gefahren. Da dies ja ein Wettbewerb zwischen uns beiden werden sollte, fuhr jeder seinen Stil ohne auf den anderen zu achten. Ich bemerkte zwar, dass er verschwunden war, konnte aber nicht feststellen, ob er nun vor mir oder hinter mir lag.
Bei Kilometer 48 stand unser “Fanclub” (seine Frau und meine Freundin) und feuerten uns an. Hier erfuhr ich, dass mein Kumpel hinter mir war. Bis dahin dachte ich noch, dass er vielleicht 5-10min hinter mir war. Das war auch der Grund warum ich mit Volldampf weiter machte.
Später erfuhr ich dann, dass er hier aufgab. Mit Krämpfen in beiden Oberschenkeln ging einfach nichts mehr.
Auf der Strecke gab es auch etliche Fahrer die einen platten Reifen hatten oder die es auch mit Krämpfen erwischte. Durch den vielen Schlamm war die Strecke einfach sehr schwer zu fahren. Direkt vor mir war ein Fahrer der in einem schlammigen Abschnitt Krämpfe in beiden Beinen bekam. Er war nicht mehr in der Lage das Gleichgewicht zu halten und kippte samt dem Rad einfach um. Ich hielt kurz an und fragte ob etwas passiert sei. Da er nicht ernsthaft verletzt war und es wirklich genügend Streckenposten gab, fuhr ich weiter.
Insgesamt sind rund 30% der Fahrer welche am Start waren ausgefallen. Entweder schafften sie es körperlich nicht, oder sie mussten aus technischen Gründen aufgeben. Stellenweise drehte sich ja nichts mehr. Weder die Gänge ließen sich schalten, noch drehten sich die Räder weil so viel Schlamm dazwischen war.
So quälte ich mich bis zum Ziel.
Erst dort realisierte ich, dass mein Kumpel schon da war. Am Anfang war ich noch erschrocken, weil ich dachte er hatte mich irgendwo unbemerkt überholt. Aber später hörte ich ja seine Geschichte und dass er mit seiner Frau zum Ziel gefahren ist.
Endlich im Ziel
Es war aber echt schön zu sehen, dass meine Freundin nebst einigen Freunden im Ziel auf mich warteten.
Insgesamt habe ich 5 Stunden und 45 Minuten gebraucht und belegte damit den 343. Platz von allen Startern. Für meine Verhältnisse denk ich ist das eine Super Leistung. Der schnellste hat für die 70km nur 2 Stunden 47 Minuten gebraucht.

Hier noch ein paar Impressionen:
010203
040507
0809

Ich füge hier mal noch eine Google Map von der Strecke an .


Strecke

Erhöhung des Trainings

Posted in Diabetes, Vorbereitung AlpenCross von Steffen Klausing am 18. Mai. 2008

Nun haben die letzten 3 Monate vor dem AlpenX begonnen.

Nach dem ich die Letzten Monate eher wenig trainiert habe ( 100-200km und nur 1500-3000hm), fange ich nun wieder verstärkt mit Radtraining an.

Das Wetter ist besser und die Notwendigkeit öfters Höhenmeter und längere Strecken zu trainieren, treiben mich raus in die Natur. Dieser Monat ist zur Hälfte rum und ich habe bereits 366km und 6700 Höhenmeter hinter mir. Ziel ist es pro Woche mindestens 250-300km mit 2500-3000 Höhenmeter zu trainieren. Dazu plane ich nun tägliche Runden mit ca 50km und 500 Höhenmetern. Wenn ich dies 5mal die Woche schaffe, dann sollten diese Zahlen realistische Ziele sein.
Zwei Tage die Woche mache ich frei, damit sich die Muskeln erholen können. Ich will ja nich irgendwann übertrainiert Sportverletzungen bzw. mit einem Trainingsloch vom Rad fallen.
Um den Trainingszustand zu überprüfen werde ich mit meinem Mitfahrer Glöckchen am 15 Juni in Rüdesheim-Aulhausen einen Marathon über 70km und ca 1800hm mitfahren. Wer mich also mal live erleben möchte, kann mich dort sehen.
Um eine Wettbewerbssituation zu schaffen werden Torsten und ich gegeneinander fahren. Dies bedeutet, dass wir uns gegenseitig in den Rheingauer Bergen zersägen wollen. Im Augenblick ist er besser als ich unterwegs, was für mich bedeutet, dass ich in den nächsten 4 Wochen noch einiges trainieren muss.

Ende des Monats werde ich mal eine detailierte Übersicht über mein Training hier in den Blog einstellen.
Ich bin auch mal gespannt wie dieses intensive Training sich auf meinen BZ-Verlauf auswirken wird. Was ich bisher gemerkt habe, dass sich der Insulinbedarf nicht weiter gesenkt hat. Dies hatte ich eigentlich erwartet. Die normalen BE welche ich zu mir nehme benötigen immer noch den gleichen Faktor (1,5 Einheitenn pro BE)wie bisher. Bei den “SportBE” ist es auch geblieben. Pro Stunde benötige ich 2-3 BE um meinen BZ zwischen 4,5 und 6 zu halten.

Von der technischen Seite her ist auch einiges zu berichten. So musste ich mein Schaltwerk auswechseln, weil es nicht mehr richtig zwischen den Gängen springen wollte. Ich denke aber, dass nach ca 4000 gefahrenen km dies ein normaler Vorgang ist. Immerhin habe ich während dieser Zeit durch diverse Stürze 3 Schaltaugen verbraucht habe. Das geht am Ende eben doch nicht spurlos am Schaltwerk vorbei.
Es war mein erstes selbst gewechseltes Schaltwerk. Bei Gelegenheit werde ich mal eine Anleitung einstellen wie ich das Schaltwerk gewechselt und eingestellt habe.

Pferd oder MTB ?

Posted in Diabetes, Vorbereitung AlpenCross von Steffen Klausing am 17. Mai. 2008

Immer wieder mal stellt man sich ja die Frage wie ein Vergleich Pferd <-> Mountain Bike im Gelände ausgeht. So ein Reiter kann ja im Gelände einiges an Tempo vorlegen.
Eins kann ich Euch vorweg schon sagen, wenn das Pferd einigermaßen trittsicher ist, hat man vor allem bergauf keine Chance. Aber alles mal von Anfang an.
Es begann damit, dass meine Freundin und ich uns zu einem gemeinsamen Ausritt verabredeten. Als sie gerade dabei war ihr Pferd zu satteln gesellte sich noch eine ihrer Freundinnen dazu. OK, 2 Pferde samt Reiterin gegen mich und mein Stahlroß. Ziemlich gemütlich begann es mit einem kurzen ebenen warmwerden, gefolgt von einer leichten Gefällstrecke. Für mich und mein MTB war es hier überhaupt kein Problem zu folgen bzw. sogar vorneweg zu fahren.
Meine 2 MitreiterinnenDa fuhr ich noch vorne weg ;-)
Natürlich ließen das die beiden Mädels nicht lange auf sich sitzen! Alsbald kam der erste Singletrail. Sonst fahr ich den immer nur bergab. Ha, beide Pferde legten einen kurzen Sprint bergauf auf ein und ich fuhr hechelnd mit einem 150iger Puls auf dem kleinsten Ritzel bergauf hinterher. Sie ließen Gnade vor Recht ergehen und warteten oberhalb auf mich.
So ging es dann weiter. Ein längerer Anstieg nach dem anderem. Dabei ließen sie mir immer einen Vorsprung um mich dann im leichten Galopp bergauf irgendwo an der Steigung mit einem lächeln auf den Lippen zu überholen. Natürlich wollte ich mir keine Blöße geben und bin teilweise mit 160iger Puls die Steigungen hoch geprügelt. Oben angekommen versuchte ich dann immer verzweifelt meinen Atem unter Kontrolle zu bringen und ab der letzten Biegung mit einem lächeln auf den Lippen zu den Mädels aufzuschließen, so als würde es mich nichts kosten die Berge hoch zu fahren. :-D
Da man mit dem Pferd die Berge nicht schnell hinunter reitet (das geht sonst beim Pferd all zu sehr auf die Vorderhand (wieder mal was gelernt)), drosselte ich entsprechend das Tempo und rollte sehr langsam die Berge runter.
So ging es über knapp 35km immer wieder mit Tempowechsel (voller Puls bergauf , minimaler Puls bergab) durch die Gegend. Für mich war das immens anstrengend. Diese Wechsel von “die Lunge fällt fast aus dem Hals” und “Hilfe meine Pulsuhr sagt ich schlafe”, waren wesentlich anstrengender als meine sonstigen Touren wo ich mein Tempo dauerhaft durchfahren kann.
Lustig war, dass meinen Mitreiterinnen nach 35km die Beine weh taten und wir eine Pause einlegten. Dabei probierten sich auch beide mal an meinem Bike aus. Allerdings gaben beide übereinstimmend auf weil mein Carbonsattel doch nichts für ihre “zarten Hintern” waren ;-) .
Rast nach 35kmPusteblume ;-)Der Sattel ist zu hart
Die Pferde taten ihr übriges um sich auf der einen Seite “unnützen Ballast” zu entledigen und auf der anderen Seite die verlorengegangene Energie in Form von feinen Kräutern zu sich zu nehmen.
Nur nicht auf die Hufe machen ...schmackhaftes Grün
Insgesamt kamen wir so auf knapp 40km welche wir in 3,5 Stunden zurück legten. Mit Hin- und Rückfahrt zum Stall bin ich auf 820m Höhenmeter gekommen welche ich überwunden habe.
Jedes Fortbewegungsmittel hat so seine Vorteile. Aber ich weiß, dass ich mein Drahtesel nie gegen ein Fluchttier tauschen werde. Pferde sind zwar wunderschöne Tiere, aber es ist wohl auch nicht jeder zum Reiter geboren … sowohl auf dem Drahtesel wie auch auf sonstigen Fluchttieren ;-)

Natürlich habe ich auch während dieser Tour jede Stunde meinen BZ gemessen. Die 40km habe ich 6BE gebraucht und kein Insulin benötigt. Wichtig für mich war dabei die Erfahrung wie schnell doch der BZ sinken kann wenn man eine halbe Stunde oberhalb seines sonstigen Leistungsvermögens Sport betreibt. Hier wurde mir wieder klar wie wichtig das kontrollieren des BZ ist.


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