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TUNING

Posted in Zeichnungen, privat von Steffen Klausing am 7. Jun. 2007

Dieses Bild hat in Wirklichkeit DIN A3 Größe.
Es wurde gezeichnet um einem besonderen Menschen eine Freude zu machen. Die “Ungewöhnlichkeiten” dieses Bildes haben dabei ihre spezielle Bedeutung.
für einen lieben Menschen

Zeit

Posted in Tagebücher, privat von Steffen Klausing am 3. Jun. 2007

Zeit der Träume.
Zeit des Erlebens.
Zeit des Kennenlernens.
Zeit der Liebe.
Zeit der Entscheidung.
Zeit der Verluste.
Zeit der Erkenntnis.
Zeit des Abschieds.
Zeit des Hasses.
Zeit des Neubeginns.
Zeit der Träume …

Die Zeit hat viele Formen.

Zeit entwickelt sich. Kein Zeitpunkt ist wie der andere.

Eins eint alle Zeiträume. Jede Zeit hat ihre Bedeutung und ihre einprägsamen Augenblicke. Momente die man nicht vergisst und welche die man lieber aus dem Gedächtnis streichen möchte. Zeiten die viel zu kurz sind und Momente die nie enden wollen.

Jede Zeit bedingt die andere. Die Gegenwart kann ohne den vorangegangenen Teil nicht existieren. Aus der Vergangenheit wächst die Zukunft.

Zeit. Man kann sie genießen oder sich von ihr gehetzt fühlen. Schöne Momente bleiben lange haften und negative verdrängt man. Zeit die man genießt vergeht oft viel zu schnell und bedrückende Momente dauern oft unendlich lang.

Vergessene Zeit holt einen wieder ein. Stunden können einem wie Tage vorkommen. Von kurzen Sekunden kann man wochenlang zehren.

Zeit liegt immer im Auge des Betrachters. Der gleiche Moment kann völlig unterschiedlich wahrgenommen werden. Für den einen als Augenblick der Befreiung und für den anderen gleichzeitig als Moment der Enttäuschung. Man kann Zeiten herbei sehnen oder sie verteufeln. Man kann sie hinnehmen oder aktiv gestalten. Vermeintlich vergeudete Augenblicke können sich später als die intensivsten Momente des Lebens erweisen.

Traumzeit. Ein Begriff der für Australier einen längst vergangenen Bereich darstellt. Für andere wiederum ist er der Augenblick zukünftiger Beziehungsentwürfe und Lebensplanungen. Fiktiv und doch real zugleich.

Egal welche Zeit einem geschlagen hat, welche Bedeutung und Wertung man ihr beimisst entscheidet jeder selbst.

Genieß jeden Augenblick, denn Du weißt nicht was der nächste bringt.

Gedanken über ein Wochenende

Posted in Tagebücher von Steffen Klausing am 2. Jun. 2007

Ein nachdenkliches und schönes Wochenende ist vorbei.

Tolle Menschen, schöne Momente, tolle Gespräche, nachdenkliche Augenblicke … alles was man sich wünscht. Wirklich alles was man sich wünscht?
Gedanken sind angeblich frei. Sind sie es wirklich, oder ist man mit seinen Gedanken nicht ein Gefangener der eigenen Wünsche?
Wünsche können sich ändern oder verblassen. Manchmal treten sie in den Hintergrund und man denkt nicht mehr drüber nach. Der ganz normale (wenn auch nicht immer schöne) Alltag gewinnt die Überhand.
Wenn man sich vermeintlich sicher ist, dass, die eigenen Träume unerreichbar sind, verliert man sie aus den Augen. Die Zeit vergeht und man hat sie verdrängt.
Doch plötzlich ist da wieder ein kleiner Stein ins rollen gekommen. Am Anfang ist es nur ein blasser Schimmer welcher aus dem grauen Nebel des Vergessens hervorleuchtet…
Da war doch noch was im Hinterkopf. Man denkt nicht drüber nach. Aber wenn sich dieser kleine Kiesel einmal in Bewegung gesetzt hat arbeitet er sich unaufhaltsam weiter voran. Vor dem geistigen Auge bauen sich Bilder auf.
Tagträumen kann so etwas schönes sein.
Dann kommt aber wieder der Augenblick wo man gezwungen ist seine Visionen mit der Realität abzugleichen. Man stellt fest, dass sich nichts verändert hat und will es wieder verdrängen. Doch man kann es nicht wirklich, denn da ist etwas was einen ständig wieder in die gleiche Richtung schubst.
Seltsam wird es dann, wenn man auf einmal feststellt, dass man mit seinen Träumen vielleicht doch nicht ganz allein ist. Wäre so etwas wirklich möglich?
Kleine Gesten, ein kurzer Augenaufschlag oder ein nicht vollendeter Satz haben auf einmal so viel Bedeutung wie ein stundenlanges Zwiegespräch. Ideen und Gedanken wachsen gemeinsam obwohl man nicht gemeinsam daran gearbeitet hat. Unheimlich und schön zugleich. Irgendwie hat man ständig das Gefühl, dass dies nicht real sein kann.
Eigentlich kennt man diesen Menschen überhaupt nicht. Nichts vom Alltag, den Problemen, Wünschen und Zukunftsplanungen ist einem wirklich bekannt. Trotzdem glaubt man alles zu wissen.
Seltsames Gefühl.
Man spricht mit den Personen die diesem Menschen nahe stehen und hat das Gefühl ein Teil des Umfelds zu sein. Doch wiederum weiß man genau, man ist es nicht.
Mit der Zeit wird man unvorsichtig, weil man es einfach genießt mit jemanden zusammen zu sein, mit dem man sich so versteht … um wenige Augenblicke später von seltsamen Blicken anderer wieder in die Realität zurück geholt zu werden.
Man unterhält sich in Rätseln und Andeutungen als wäre es Klartext. Verständnisprobleme gibt es nicht. Ständig befindet man sich an der Grenze zwischen Tagtraum und der Wirklichkeit. Was gäbe man dafür in diesem Moment die Wirklichkeit komplett ausblenden zu können.
Aber eigentlich will ich die Wirklichkeit nicht wirklich ausblenden. Wenn man einmal selbst die Erfahrung gemacht hat, wie es ist, wenn sich jemand in die eigene Zweisamkeit drängt, dann möchte man dies niemand anderem antun. Da gibt es nichts was einen solchen Schritt rechtfertigen würde. Niemand ist in der Lage als Außenstehender eine Beziehung zu beurteilen.
Gelebte Zweisamkeit hat gegenüber den eigenen Träumen einfach einen all zu großen Vorsprung. Die genaue Kenntnis des anderen, bewältigte Probleme, überstandene Krisen und nicht zuletzt ein gemeinsamer Freundeskreis sind Dinge denen man nicht wirklich etwas entgegen zu setzen hat.
Ich habe einmal gelesen, dass sich nichts in eine intakte Beziehung hineindrängen kann. Seit dem letzten Wochenende glaube ich mehr daran. Wenn ich ehrlich bin, macht mir dieser Gedanke auch ein wenig Angst.
So kehre ich nach einem wunderschönen Wochenende wieder in meinen Alltag zurück. Träume werden wieder verblassen … bis der nächste Kiesel kommt.

… und doch … etwas bleibt… „Wie frei meine Gedanken sind, bestimme immer noch ich!“